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DSL und die Anfänge des WEB

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Der Anfang mit Breitbandinternet

Mit dem Start des World Wide Webs und zunehmender Attraktivität für Private User, stieg auch die Zahl der Telekommunikation Technologien. Das Internet wurde größer, multimedialer und komplexer. Plötzlich konnten komplexe Webseiten mit vielen Illustrationen und Bannern gestaltet werden. Spätestens nach dem Millennium, war das Surfen im Web mit einem DFÜ-Modem eine Geduldsprobe. Außerdem kamen zu diesem Zeitpunkt die Trends Übertragung von Videos oder Live TV. Der Bedarf an schnelleren Internetverbindungen stieg stetig. Das sogenannte ADSL sollte die Lösung mit sich bringen.

DSL für alle

Die exponentielle Entwicklung des Massenmarktes mit DSL begann um die Jahrtausendwende. Ein Jahr vor dem Millennium schaltete die Deutsche Telekom die ersten DSL-Anschlüsse (T-DSL) in Deutschland für den Endkundenmarkt. Damals ein noch sehr teures (100 Mark) und aus heutiger Sicht langsames Vergnügen. Eine damalige Performance mit 768 kBit/s Downlinkrate und 128 kbit/s im Uplink, stellten allerdings schon eine kleine Revolution dar. Wenn man die Leistung eines DFÜ-Modems mit ca. 54 Kbit/s dagegen vergleicht, sind 700 Kbit/s eine wahre Entwicklung.

Damals ist der DSL-Markt sehr langsam gewachsen, bei den damaligen hohen Anschaffungskosten (100Mark/Monat) auch verständlich. Im Millenniumjahr 2000, zählte die Telekom gerade mal 600 Tausend Kunden. 5 Jahre später sollten es schon mehr als 10-mal so viel sein, genauer gesagt rund 8 Millionen zahlender DSL-Kunden.

Übrigens: Ähnlich wie später bei VDSL, war auch DSL zunächst ausschließlich bei der Deutschen Telekom erhältlich. Erst im Jahre 2004 öffnete sich der Markt auch für Mitbewerber. Zunächst allerdings auch nur via Re-Sale. Seitdem wachsen die Preise und steigen die Benutzerzahlen stetig.

Kostengünstig zu erwerben konnte man DSL erst, als es Anfang der 2000er-Jahre erste Flatrates gab. Hier bekriegten sich diverse Anbieter, wie Alice, Arcor oder die Deutsche Telekom, von denen wiederum der Kunde profitierte. So verdoppelte sich die Anzahl deutscher DSL-Kunden, bis Ende des Jahrzehnts schon über 20 Millionen Nutzer die DSL verwendeten. Auch die Performance der Verbindung verbesserte sich. Moderne VDSL-Verbindungen können ein Datenvolumen von 100 Mbit/s verarbeiten. Dieser Technologie Revolution ist auch nötig, da neue Anwendungen wie Netflix, YouTube oder Spotify immer größere Datenmengen benötigen. Hierfür werden den Kunden mittlerweile zwar auch die genannten Alternativen geboten, doch bleibt Deutschland am Ende ein klassisches DSL-Land.

Was bedeutet VDSL?

Mit VDSL wird seit einiger Zeit die als veraltet geltende ISDN Technologie ersetzt. Damit verbunden ist ein ganzheitlicher Wechsel der Telekommunikation auf digitalen Datenverkehr. Die Umstellung ist dabei sowohl in den Netzen als auch beim Kunden notwendig. ES müssen nach und nach auch alle Anschlüsse für digitale Telefonie (VoIP) umgestellt werden, da die vorherigen, analogen Telefonsignale den Datenverkehr beeinträchtigen würden. Ganz nebenbei würde sich die Deutsche Telekom mit dieser Technik aber auch den exklusiven Zugang zu den Teilnehmeranschlüssen sichern.

Dagegen argumentiert die Telekom, dass sie den Ausbau in weniger lukrativen Gebieten übernimmt. Die faktische Monopolstellung wird benötigt, um den Gesamtaufwand finanzieren zu können. Auch wenn die letzten Gerichtsurteile der Argumentation der Telekom gefolgt sind, ist das letzte Wort hier wohl noch nicht gesprochen. Derzeit liegt die Sache bei der EU-Kommission. Es wäre im Interesse der Kunden, dass sich Mitbewerber in den Markt eingliedern könnten. Wir werden sehen was uns die nächste Jahre erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

• VDSL ist eine einfache Umstellung
• Es gibt Probleme mit der daraus entstehenden Monopolstellung der Telekom
• Laut dslvertrag.de sind dabei Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s möglich

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